Dez 092014
 

Zwei von 20 GeigerInnen

Man kann es gar nicht oft genug wiederholen: eine wahrlich prächtige Perlenkette musikalischer Gruppen und Ensembles schmückt unser Luruper Goethe-Gymnasium. Der Haupt- und Hochkaräter darunter ist sicherlich der Große Chor, vor zwei Wochen mit dem Hamburger Bildungspreis ausgezeichnet und demnächst Gast in der New Yorker Carnegie Hall, einem der ehrwürdigsten Musiktempel der Welt. Ein rares Schmuckstück der Kategorie ‚Besonders Wertvoll’.

Im traditionellen Weihnachtskonzert des Gymnasiums letzten Donnerstag funkelten aber auch die anderen musikalischen Perlen und strahlten mit den Weihnachtssternen um die Wette. Die von Mathias Junge einstudierte Bigband zum Beispiel, der die heikle Aufgabe zufiel, die – naturgemäß – vollbesetzte Auferstehungskirche in angemessene vorweihnachtliche Stimmung zu swingen. Was ihr auch Dank der begabten jungen Solisten hervorragend gelang: Amina Rubbert sang ihr ‚Christmas Time Is Here’ mit enorm viel Schmelz in der Stimme, und Gabriel Nowak glänzte mit seinem Flügelhorn in ‚O Holy Night’.

Das Schulorchester kann sich mittlerweile problemlos in eine Streicher- und eine Bläsergruppe aufteilen, und jede Gruppe wirkt zahlenmäßig mindestens so groß wie an anderen Schulen das gesamte Orchester. Die Streicher wünschten schon mal ‚Feliz Navidad’ und ließen die Zuhörer mit dem ‚Winter’ aus Vivaldis ‚Vier Jahreszeiten’ sehr eindrucksvoll bibbern und frieren. Yasmin Müller hatte die Bach-Kantate ‚Jesus bleibet meine Freude’ sehr gekonnt lebhaft für ihre Bläser arrangiert, und die Bläsergruppe bedankte sich für dieses Präsent mit einer farbigen Wiedergabe. Gemeinsam unternahmen Streicher und Bläser mit ihrem Postillon, pardon: ihrer Dirigentin Astrid Demattia eine stimmungsvolle Schlittenfahrt (von Leopold Mozart) und hatten sicht- und hörbar großen Spaß dabei.

Der Kammerchor – mit einem irischen Weihnachtslied und einem lebhaften Spiritual – und vor allem der von Cornelia Barnick großartig einstudierte Unterstufenchor – mit Weihnachtsgrüßen in gleich drei verschiedenen Sprachen – legten einmal mehr sehr beredt Zeugnis ab von der herausragenden musikalischen Arbeit am Goethe-Gymnasium.

Zum Schluss des Konzertes gab es dann mit Ausschnitten aus ‚The Healer’, dem neuen Werk von Karl Jenkins, eine deutsche Erstaufführung des namhaften zeitgenössischen Komponisten in unserer Luruper Auferstehungskirche durch den Großen Chor und seine Leiterin Astrid Demattia. Und der Chor stellte dabei wieder einmal mehr seinen erlesenen Klang (es ist ein Schulchor, wohlgemerkt!) unter Beweis, womit die Luruper SägerInnen bestimmt auch die New Yorker bei der amerikanischen Erstaufführung und der Anwesenheit des Komponisten beeindrucken werden. Denen ist alles zuzutrauen!