Apr 122016
 

Notenblatt

Die Tage sind wieder länger, alles blüht auf, und dieser ganz typische Duft liegt schon in der Luft – keine Frage, der Lenz ist endlich da. Genau diese fröhliche unbeschwerte Stimmung nahmen die Musiker des Goethe-Gymnasiums am vergangenen Donnerstag auf und bescherten sich und ihren zahlreich erschienenen Gästen in der Aula des Gymnasiums einen kurzweiligen, beschwingten Abend. Mit dem Mix aus klassischen Kompositionen wie Schostakowitschs „Walzer aus der Jazzsuite 2“ und dem berühmten „Ungarischen Tanz“ von Johannes Brahms sowie modernen Chartstücken wie „Radioactive“ von den Imagine Dragons versprühten die Musiker eine Spielfreude, deren Leichtigkeit sich auf das Publikum übertrug. „Wir sind glücklich, dass sich wieder so viele Zuhörer in der Aula unserer Schule eingefunden haben“, freute sich Orchesterleiterin Astrid Demattia.

Orchester DemattiaWie in jedem Frühlingskonzert in den vergangenen drei Jahrzehnten – das Orchester besteht seit 1984 – galt es auch diesmal wieder, von einigen langjährigen Musikern Abschied zu nehmen. Für sie stehen die Abi-Prüfungen bevor, und so verlassen sie das Orchester. Über viele Jahre waren Leonie Evers und Nadine Eisenmann, wie ihre fünf Jahrgangskollegen, fester Teil des Orchesters. „Das ist schon ein komisches Gefühl, wenn jetzt das Konzert vorbei ist – man realisiert das noch gar nicht wirklich“, finden die Oberstufenschülerinnen. Beide schreiben in zwei Wochen ihre ersten Prüfungen – doch von Stress ist an diesem Abend nichts zu sehen. Sie haben sich auf Auftritt gefreut – und ihren Freunden, der Familie und allen Gästen mit ihren Interpretationen von Faurés „Pavane“ (Leonie Evers im Klarinetten-Duett mit Maurice Kullack, am Klavier begleitet von Yasmin Müller, der Leiterin der Bläsergruppe) und Georg Telemanns „Andante aus der Sonate B“ (Nadine Eisenmann am English-Horn, Sören Metzdorf am Klavier) den Abend versüßt. „Wir würden gerne weiter als Ehemalige mitspielen, wenn es sich zeitlich realisieren lässt“, bemerkt Leonie, und man merkt ihr die Verbundenheit zum Goethe-Orchester an.

So ist es sicherlich eher ein Abschied auf Zeit von der heiß geliebten und eingeschworenen Musikergemeinschaft am Goethe, die ihre Ältesten emotional und mit Blumen verabschiedete – spätestens beim nächsten Weihnachtskonzert sind sie dann aber wieder mit dabei – ob als Musiker, oder dann vielleicht als entspannte Zuhörer.