Jan 112004
 

...man hat sich sofort sehr gut verstanden. Zum 5. Mal organisiert das Goethe-Gymnasium einen zehntägigen Schüleraustausch mit dem Goethe – Kolleg in Bukarest. Die Partnerschule ist ein staatliches rumänisches Gymnasium mit einer deutschsprachigen Abteilung, in dem die Schüler neben dem rumänischen Abschluss auch das deutsche Abitur erwerben können und somit die Möglichkeit haben, an einer Hochschule der Europäischen Union zu studieren.

Am 21. September 2004 wurden 14 rumänische Schülerinnen und Schüler mit zwei Lehrern von einer Schülergruppe der 10. Klassen am Bahnhof Altona empfangen. Geleitet wird das Projekt seit Anbeginn von Herrn Saak, tatkräftig unterstützt von seiner Frau, die wieder einmal ein umfangreiches Besuchsprogramm organisiert haben. Völlig erschöpft nach 32 stündiger Bahnfahrt und verspäteter Ankunft stolperten die rumänischen Gäste noch etwas schüchtern aber sehr neugierig die Rolltreppe hinauf und wurden auf die Gastfamilien verteilt.

Nach einer zu kurzen Nacht wurden alle zusammen von der Schulleitung im Goethe-Gymnasium begrüßt und durften anschließend in einige Unterrichtsstunden hineinschnuppern. Am Nachmittag folgten der Besuch des Hamburger Rathauses und einer Bürgerschaftssitzung. Das im Vergleich zu unserem rumänischen Schulgebäude etwas farblos wirkende Äußere des Goethe-Gymnasiums steht im Gegensatz zu dem inneren, bunten und kulturellen Leben in der Schule. Wir waren erstaunt über das vielfältige Angebot. Im Rathaus begeisterten uns die prächtigen Räume, die auch gut in ein rumänisches Schloss gepasst hätten.“

Am nächsten Tag wurde den Gästen mit einer Stadtrallye die Hamburger Innenstadt vorgestellt. Zunächst wussten wir nicht, was man unter einer Rallye versteht, aber dann waren wir begeistert die Stadt auf diese Weise kennen zu lernen.“

Am Freitag stand ein Tagesausflug nach Cuxhaven mit einer Wattwanderung auf dem Programm. Das Wetter war schrecklich und wir freuten uns über unsere neuen roten Gummistiefel. Trotz bestmöglicher Regenkleidung wurden wir nass bis auf die Haut. Jedoch hatten wir viel Spaß und haben viele Neues über das Watt und die Nordsee erfahren.“

Das Wochenende war den Familien vorbehalten, um individuell die Stadt zu erkunden. Für die letzten Tage standen unter anderem ein Tagesausflug nach Lübeck, eine Besichtigung der AOL-Arena, ein Besuch der Ausstellung „Dialog im Dunkeln“ und ein Gespräch mit einem Vertreter der Deutsch-Rumänischen Gesellschaft auf dem Programm.

Besuch im Stadion

Der Austausch bewirkt, durch das Kennenlernen der gegenseitigen Kultur, Gesellschaft und Geschichte, ein besseres Verständnis für ein zukünftiges gemeinsames Europa. Den interessierten Jugendlichen bietet sich hier die Möglichkeit die eigenen Grenzen zu überwinden, eventuelle gegenseitige Vorurteile abzubauen sowie die Multikulturalität und viele Gemeinsamkeiten zu erleben.

Der Gegenbesuch in Bukarest findet Ende April 2005 statt.