Feb 012007
 

Das beeindruckende Konzert des Quatuor Ebène am 2. November im Kleinen Saal der Laeiszhalle verlief über weite Strecken genau so, wie es das Streichquartett-Publikum gewohnt ist.

Das beeindruckende Konzert des Quatuor Ebène am 2. November im Kleinen Saal der Laeiszhalle verlief über weite Strecken genau so, wie es das Streichquartett-Publikum gewohnt ist. Auf ein beschwingtes Stück zum Ohren-Aufwärmen folgte ein ungewohnt klingendes Werk aus dem 20. Jahrhundert, und nach der Pause gab’s als Hauptattraktion des Abends ein Schwergewicht der frühen Romantik. Aber bei der Zugabe fielen die vier jungen Franzosen – keiner ist über dreißig – aus der Rolle. Anstatt nach dem heftigen Applaus mit Noten in der Hand auf die Bühne zurückzukehren, zum Zeichen, dass sie noch, wie gewohnt, ein Scherzo oder ein Menuett spielen wollten, räumten sie die Notenständer beiseite – und spielten Jazz, Chick Corea und Miles Davis. Auswendig. Und das mit der gleichen Hingabe, Virtuosität und Klangraffinesse, mit der sie vorher ein Divertimento von Mozart, ein schön schräges Stück von Béla Bartók und das großartig musizierte Quartett „Der Tod und das Mädchen“ von Franz Schubert interpretiert hatten.

In der ZukunftsMusik-Veranstaltung vor dem Konzert erlebten die Schüler die Musiker in einer sehr viel persönlicheren Atmosphäre, denn sie standen ihnen Rede und Antwort auf die unterschiedlichsten Fragen. Hierzu Anna Beilner, Schülerin des 3. Semesters:

„Das Gespräch mit dem „Quatuor Ebéne“ war für mich eine völlig neue Erfahrung im Rahmen der Künstlerbegegnungen. Durch die Selbstverständlichkeit, mit der die Musiker die Fragen beantwortet haben und die Freude, mit der sie auf die Musikwünsche der Schüler eingegangen sind, entstand nicht die gewohnte Distanz zwischen Künstlern und Schülern, sondern eine entspannte Gesprächsatmosphäre.“

Das Publikum war sich jedenfalls einig: Die Ebenholz-Musiker (ebène ist der französische Ausdruck für das dunkles Edelholz) dürfen gerne wiederkommen

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