Mrz 012010
 

Vorbereitungwettbewerb zum internationalen RoboCupJunior. Zum ersten Mal fand ein Vorbereitungswettbewerb zum internationalen RoboCupJunior in Hamburg statt – der „Goethe-RoboCup 2010“. 12 Roboter traten am 19. Januar 2010 auf der Wettkampfstrecke im Robotik-Labor des Goethe-Gymnasiums in den Sektionen „Primary-Rescue“ für Schüler ab Klasse 5 und „Secondary-Rescue“ für Oberstufenschüler an.Gespannt wird der Weg der selbstprogrammierten Lego-Roboter verfolgt

Große Aufgaben für kleine Roboter

Die Disziplin „Rescue“, die durch das schwere Erdbeben auf Haiti wieder hohe Aktualität erhalten hat, erfordert das Konstruieren und Programmieren eines Roboters, der menschliche Opfer in einem schwer zugänglichen Gebiet lokalisiert. Der RoboCupJunior ist ein internationaler Wettbewerb, der diese Aufgabe für Schüler aufbereitet.  Die z.B. aus Lego oder Fischertechnik konstruierten Roboter müssen einer Führungslinie folgen, um entsprechende Markierungen auf dem Weg zu finden und zu signalisieren. Die Strecke kann Kurven, Unterbrechungen und Hindernisse aufweisen, bevor sie in der letzten Phase endet und die Roboter den leeren Raum absuchen müssen. Insgesamt keine leichte Aufgabe für die kleinen Geräte und ihre Programmierer.

Eine Reihe von Turnieren stehen bevor

Schüler aus aller Welt werden sich Juni 2010 zur Weltmeisterschaft in Singapur treffen. Doch dorthin darf nur, wer sich im April bei den „RoboCup German Open“ in Magdeburg qualifiziert. Die Erfahrung der diversen Teilnehmer vom Goethe-Gymnasium aus den vergangenen beiden Jahren zeigte, dass die beste Vorbereitung unter Wettkampfbedingungen erfolgt. Darum organisierte der Informatik-Leistungskurs für Schüler der drei Robotik-Kurse des Goethe-Gymnasiums den Goethe-RoboCup, zu dem auch das Schüler-Forschungs-Zentrum aus Osnabrück anreiste. „Die Schüler kennen sich zum Teil noch vom Qualifikationsturnier des letzten Jahres am Nürburgring“, erklärt Informatik-Lehrer und Initiator Oliver Wagner, „…und weniger das Gewinnen als der Motivationsschub für die nächste Vorbereitungsphase stehen im Mittelpunkt.“ Zusammen mit seiner Osnabrücker Kollegin Katja Cullmann hatte er die Idee eines Vorbereitungsturniers entwickelt, das in diesem Jahr zum ersten Mal stattfand. Die Osnabrücker Teams „Spezialeinheit“ (Primary) und „Rasuro“ (Secondary) konnten mit überzeugenden Leistungen die beiden ersten Plätze erringen. Für die Gastgeber wahrte der Roboter „Ohne Sorge“ mit einem zweiten Platz und die „Bendi-Bandits“ mit einem dritten Platz (beide Primary) die Ehre. Jetzt kennen die Schüler das Gefühl, an einem Wettbewerb teilzunehmen und die Vorbereitungsphase für die German Open in den Ganztagsschulkursen „Robotik“ kann beginnen…