Jan 162012
 

Staunende Kinder vor dem LaserGut, es gab in der Physik des Goethe-Gymnasiums keine Leuchtschwerter zu bewundern, statt dessen konnte man aber große Kinderaugen sehen, die sich ungläubig vor einem richtigen Laser drängelten, während deren Eltern ein Starwars-Feeling bekamen: Beim Tag der offenen Tür wurde das Interesse der jungen Besucher an den Naturwissenschaften u.a. durch eindrucksvolle Vorführungen aus der Laserphysik geweckt, ist doch die Zusammenarbeit mit dem Institut für Laserphysik das jüngste Highlight am Luruper Erfolgsgymnasium.

So herrschte dann auch an vielen Stationen ein großer Andrang, denn die Vielfältigkeit des Angebots schulischer Schwerpunkte am Goethe-Gymnasium und deren Qualität hatte überaus viele Eltern mit ihren Kindern zum Tag der offenen Tür gelockt, die gegenwärtig nach einem passenden weiterführenden Bildungsweg für die Viertklässler suchen. Und da das Goethe-Gymnasium viele Profile – ob naturwissenschaftlich, musisch, sprachlich, medial oder sportlich – in sich vereint, fanden viele engagierte Eltern das Angebot der Schule überzeugend, da es eine all zu frühe Festlegung der Kinder vermeidet.

Zu Beginn des Tages konnten Kinder und Eltern auch gleich in der randvollen Fetzige BigbandklängeAula erleben, dass es in Hamburgs Westen kaum eine weiterführende Schule gibt, die ein derartig umfangreiches und qualitativ hoch stehendes musikalisches Profil anbietet. Das Schulorchester intonierte zwei Sätze aus der Händelschen Feuerwerksmusik und der Kammerchor gab ein perfektes vielstimmiges isländisches Volkslied zum Besten, so wie es diese und weitere Ensembles der Schule jüngst in den drei Weihnachtskonzerten, auch im Hamburger Michel geboten hatten. Ein weiterer musikalischer Akzente war später in der Pausenhalle ein fetziges Jazzkonzert der Bigband, die damit schon mal für ihren großen Auftritt zusammen mit der NDR-Bigband am 16.2. proben konnten. Und natürlich lud die große Instrumentenausstellung in den Musikräumen viele Kleine zum herzhaften Ausprobieren ein.

In zahlreichen Gebäuden und Klassenräumen konnte man die Vielfalt hautnah erleben. Nicht nur für die Viertklässler waren die naturwissenschaftlichen Experimente faszinierend, die von den größeren SchülerInnen den künftigen »Neuen« gezeigt wurden. Es grenzte für die künftigen Gymnasiasten schon fast Ein Bass verzaubert...Früh übt sich..an Hexerei, wie Oberstufenschüler aus dem gleichen Wasser farblich überzeugend erst Bromebersaft, dann Sekt, dann Milch und anschließend Sahne sowie schließlich Kaffee herbeizauberten. Selbst brennende Geldscheine gab es zu bestaunen, die man allerdings anders als in der Finanzkrise hinterher ohne Probleme weiterbenutzen konnte. Bestaunt wurden auch die Lernmöglichkeiten mit den zahlreichen Notebooks, die nicht nur in allen Naturwissenschaften eingesetzt werden und mit denen die Kleinen an den interaktiven Wandtafeln genannt »Smartboards« spielerisch leicht ein Knochenskelett zusammensetzen konnten oder spannende physikalische Versuche demonstriert bekamen. Neben den Informationen zum Physikprofil gab es selbstverständlich in der Physik auch viele Versuchsstationen, so dass manche Eltern ihre Kinder nur mit Mühe aus den naturwissenschaftlichen Räumen herausbekamen.

Zum Glück lockte in der Etage der Computerräume in diesem Jahr erneut eine ganz besondere Attraktion – als Vorbereitungswettkampf für den bundesweiten Robo-Cup-Junior Wettbewerb in Magdeburg traten die Goethe-Kids mit ihren Robotern gegen eine Auswahl von Osnabrücker Schulen an, eine Veranstaltung, die den ganzen Samstag über parallel zum Tag der offenen Tür durchgeführt wurde. Und in diesem Jahr gelang es einem Goethe-Team, den ersten Platz abzuräumen! 

Sehr beeindruckt waren die zahlreichen Besucher auch in der großen Sporthalle, In der Kletterwandhier wurden die Augen der »Kleinen« riesengroß, als sie die für die Viertklässler nahezu gigantisch wirkende Kletterwand erblickten. Hier durften sie dann – gut gesichert von den erfahrenen Profis aus den höheren Klassen – auch ein erstes Probeklettern absolvieren und sich auf dem Weg nach oben machen. Begeistert waren Eltern und Kinder aber insbesondere auch von den Vorführungen des Zirkuskurses, hier zeigten die 5. oder 6.-Klässler aus einem Ganztagsschulkurs, welche z. T. atemberaubende Kunststücke sie bereits beim Jonglieren vorführen konnten.

Die Schachspieler aus einem anderen Ganztagsschulkurs boten sich als an Schachdemonstrationvielen Brettern als Sparringspartner für die Besucher an und beeindruckten mit ihrer Spielstärke, so dass es insbesondere für manche Väter »nicht viel zu holen« gab.

Das Profil »Politik, Gesellschaft, Wirtschaft«, in dem sich die SchülerInnen neben diesem Fach und der Informatik auch mit dem »Darstellenden Spiel« auseinandersetzen, lieferte im Theaterstudio Einblicke in ihre Probenarbeit. Die SchülerInnen des ästhetischen Profils beeindruckten mit einer großen Ausstellung selbst hergestellter höfischer Roben aus Verpackungsmaterial, die es demnächst auch im Fernsehen zu bewundern gibt.

In der Erdkunde konnten die »Kleinen« spannende geographische Ratespiele am »Smartboard« lösen und die Fremdsprachler begeisterten mit spanischen Songs und einem französischen Theaterstück, was zeigte, in welch kurzer Zeit es die Kinder lernen, sich sicher in einer Fremdsprache zu bewegen..

Mitmachunterricht in verschiedenen Fächern wurde in den Klassenräumen dargeboten, in denen die »Kleinen« ab Sommer beschult werden sollen, hier waren die Besucher doch außerordentlich beeindruckt, welchen Lernzuwachs die Kinder doch innerhalb eines Jahres erreichen.

Sehr gut angenommen wurde auch das Infocenter durch die künftigen Immer gut beratenKlassenlehrerteams im Lehrerzimmer, hier konnten insbesondere die Eltern alle ihre Sorgen und Fragen loswerden und zugleich das Konzept einer Schule kennen lernen, die nicht nur für die SchülerInnen eine Ganztagsschule organisiert, sondern dieses auch in den Lehrerbereich umgesetzt hat und nun für jeden der 60 Lehrkräfte einen eigenen Arbeitsplatz außerhalb des Lehrerzimmers vorhält.

Großen Zulauf verzeichneten auch Infostand des Elternrates sowie Kaffee und Kuchen der Kantinenmütter in der Pausenhalle, wo das Jazzkonzert der Bigband einen kräftigen Schlusspunkt an einem sehr informativen Tag setzte.