Nov 252016
 

Konzentration
Nachts sind Schulen schaurig. Leere Flure, stille Klassenräume und dunkle Ecken, in denen vergessene Hausaufgaben zu lauern scheinen. Nicht so in der Nacht vom 18. auf den 19. November. Da schlugen sich über 80 Schüler der Klassenstufen 5 bis 12, acht Lehrer und sogar einige Eltern die Nacht in den Räumen des Goethe-Gymnasiums um die Ohren … sie rechneten und knobelten und knobelten und rechneten.

Es war die für unsere Schule fünfte Lange Nacht der Mathematik; ein landesweiter Mathematikwettbewerb, bei dem in Jahrgangsstufen teilweise relativ komplexe und lange Aufgaben bearbeitet und die Lösungen im Internet eingegeben werden müssen, um weiterzukommen. Nicht nur vielen Schülern rauchte das Gehirn; auch die Lehrer hatten teilweise lange zu knobeln an Aufgaben, bei denen man zum Beispiel Bügelperlen-Muster kreieren musste. Einige ganz tapfere Helden schafften es sogar in den frühen Morgenstufen in die dritte Runde; unsere jüngsten Mathematiker – 13 Fünftklässler – rätselten und rechneten teilweise bis 2:30 Uhr, also bis sie ins Bett bzw. auf ihre Isomatten geschickt wurden.

So verließen mit dem Aufgang der Sonne müde, aber sehr zufriedene Schüler und Lehrer das Schulgelände. Und zählten ausnahmsweise einmal am frühen Morgen und nicht des Abends die Schafe bis zum Einschlafen. Und vermutlich träumten sie sowohl von Matheaufgaben als auch von dem sehr üppigen Buffet, das engagierte Eltern organisiert hatten und das eine perfekte Ergänzung zu der von der Mathefachschaft spendierten Pizza war.